So funktioniert das All-on-4-Konzept — und für wen es passt. Auch wenn andere Ärzte Ihnen gesagt haben, dass es nicht geht.
All-on-4 ist ein bewährtes Behandlungskonzept in der Implantologie, um einen komplett zahnlosen Kiefer mit festsitzendem Zahnersatz zu versorgen. Der Name ist Programm: Die gesamte Zahnreihe eines Kiefers wird auf nur vier Implantaten sicher verankert.
Der Punkt, der den Unterschied macht: Die beiden hinteren Implantate werden in einem speziellen Winkel schräg in den Kieferknochen gesetzt. Dadurch nutzen wir das vorhandene Knochenangebot optimal aus. Ein aufwendiger und langwieriger Knochenaufbau ist in den allermeisten Fällen nicht nötig — selbst dann nicht, wenn Sie bereits unter Knochenschwund leiden.
Das All-on-4-Konzept ist ideal für Patienten, die bereits zahnlos sind und unter dem schlechten Halt einer Vollprothese leiden. Oder für Patienten, die noch eigene Zähne haben, die jedoch nicht mehr erhaltungswürdig sind. Wer eine schnelle, feste Lösung sucht und sich einen langwierigen Knochenaufbau ersparen möchte, ist hier richtig.
Ob die Voraussetzungen bei Ihnen gegeben sind, prüfen wir mit einer hochpräzisen 3D-Röntgenaufnahme (DVT) direkt in unserer Praxis in Ingolstadt.
Wenn Sie nur einzelne Zähne verloren haben, ist All-on-4 nicht das richtige Verfahren. In diesem Fall arbeiten wir mit Einzelimplantaten oder Brücken. Zudem muss eine gewisse Restknochenmenge im vorderen Kieferbereich vorhanden sein.
Falls All-on-4 für Sie nicht passt, erfahren Sie das im Erstgespräch — bevor Sie irgendeine Entscheidung treffen.
Wir erfassen Ihren Kiefer dreidimensional mit einem DVT-Scan. Am Computer planen wir die exakte Position der Implantate. Das sorgt für maximale Sicherheit während der OP und minimiert das Risiko von Überraschungen.
Unter örtlicher Betäubung oder in Dämmerschlaf entfernen wir — falls nötig — nicht erhaltungswürdige Zähne und setzen die vier Implantate präzise nach dem 3D-Plan ein. Die OP dauert je nach Fall zwischen vier und acht Stunden.
Noch am selben Tag verschrauben wir ein festes, hochwertiges Langzeitprovisorium auf den Implantaten. Sie verlassen die Praxis mit festen Zähnen — keine herausnehmbare Übergangslösung.
Nach einer Einheilzeit von etwa drei bis sechs Monaten, in der die Implantate fest mit dem Knochen verwachsen, erhalten Sie Ihre endgültige, im eigenen 3D-Drucklabor gefertigte Brücke. Mehr zum Ablauf.
Der Unterschied ist für unsere Patienten oft lebensverändernd. Eine detaillierte Gegenüberstellung finden Sie in unserem Beitrag Feste Zähne vs. Prothese.
| Merkmal | Herausnehmbare Prothese | All-on-4 |
|---|---|---|
| Halt | Liegt nur auf dem Zahnfleisch auf, oft wackelig. | Fest im Kieferknochen verschraubt, absolut sicher. |
| Kaukraft | Stark eingeschränkt, harte Speisen oft problematisch. | Nahezu wie bei echten Zähnen — Sie können alles essen. |
| Geschmack | Gaumenplatte im Oberkiefer verdeckt Geschmacksnerven. | Gaumen bleibt frei, voller Geschmack beim Essen. |
| Knochenabbau | Geht ungebremst weiter, da die Belastung fehlt. | Wird gestoppt, da Implantate den Knochen stimulieren. |
| Pflege | Muss zur Reinigung herausgenommen werden. | Wird geputzt wie echte Zähne. |
Oft werden wir gefragt, ob vier Implantate wirklich ausreichen. In vielen Fällen ja. Manchmal — besonders im Oberkiefer bei sehr weichem Knochen oder wenn eine sehr große Beißkraft vorliegt — können sechs Implantate die bessere Wahl sein, um die Last noch gleichmäßiger zu verteilen.
Welche Variante für Ihre individuelle Anatomie die sicherste ist, entscheiden wir gemeinsam nach der 3D-Analyse. Mehr zu All-on-6.
Jeder chirurgische Eingriff birgt Risiken — das gehört dazu. Schwellungen und leichte Schmerzen in den ersten Tagen nach der OP sind normal und lassen sich gut kontrollieren. Das Risiko, dass ein Implantat nicht einheilt, ist bei All-on-4 sehr gering, aber es existiert.
Um dieses Risiko zu minimieren, setzen wir ausschließlich auf Premium-Implantatsysteme führender Hersteller wie Straumann oder Nobel Biocare, die jahrzehntelange klinische Studien vorweisen können.
Transparenz ist uns wichtig. Eine All-on-4-Behandlung ist eine Investition in Ihre Lebensqualität. Die genauen Kosten hängen von individuellen Faktoren ab — wie der Wahl des Materials für die endgültige Brücke oder ob ein Knochenaufbau nötig ist. Eine detaillierte Aufschlüsselung der Preise und Finanzierungsmöglichkeiten finden Sie auf unserer Kosten-Seite.
Kosten im Detail ansehenDas Kernprinzip von All-on-4 klingt einfach — ist aber das Ergebnis jahrzehntelanger klinischer Forschung. Die zwei hinteren Implantate werden nicht senkrecht, sondern in einem Winkel von bis zu 45 Grad in den Knochen gesetzt.
Das hat zwei Vorteile, die den Unterschied machen: Erstens erreichen die Implantate so dichteres, qualitativ besseres Knochenmaterial im vorderen Kieferbereich. Zweitens wird die Kraft beim Kauen über eine größere Knochenfläche verteilt — ähnlich wie ein Brückenpfeiler, der schräg gesetzt mehr Last trägt als ein senkrechter.
Das Ergebnis: Auch Patienten, bei denen der Knochen im hinteren Kieferbereich bereits stark zurückgegangen ist, können oft ohne Knochenaufbau behandelt werden. Das spart Zeit, Kosten und einen zusätzlichen Eingriff.
Schräge Implantate erfordern mehr Planung und Präzision als gerade gesetzte. Die 3D-Planung am Computer ist deshalb kein Luxus, sondern Voraussetzung für ein sicheres Ergebnis. Wir planen jeden Eingriff digital, bevor wir operieren.
Am OP-Tag verlassen Sie die Praxis mit festen Zähnen. Das ist kein Versprechen, das wir leichtfertig machen — es funktioniert, weil wir das Langzeitprovisorium vor dem Eingriff in unserem eigenen 3D-Drucklabor fertigen.
Der Ablauf: Wir scannen Ihren Kiefer digital. Auf Basis dieses Scans planen wir die Implantatpositionen und fertigen gleichzeitig das Provisorium. Es ist passgenau auf Ihre Anatomie abgestimmt — nicht nach einem Standardmodell, sondern nach Ihrem Scan.
Am OP-Tag werden die Implantate gesetzt und das fertige Provisorium direkt verschraubt. Das dauert keine Stunden extra — es ist bereits vorbereitet.
Das Langzeitprovisorium ist kein Übergangsbehelf. Es ist eine vollständig funktionsfähige Brücke, die Sie während der gesamten Einheilphase tragen — 3 bis 6 Monate. Sie können damit essen, sprechen und lächeln. Es sieht gut aus und sitzt fest.
Erst nach vollständiger Einheilung der Implantate wird das Provisorium durch die endgültige Brücke ersetzt — ebenfalls in unserem Labor geplant und gefertigt.
„Zwei Praxen haben mir gesagt, das geht bei mir nicht. Zu wenig Knochen. Hier hat man sich die Zeit genommen, das wirklich zu analysieren. Und es hat funktioniert.“
Elisabeth hatte jahrelang mit einer schlecht sitzenden Prothese gelebt. Zwei Praxen hatten ihr gesagt, ihr Knochen reiche für Implantate nicht aus.
Nach der 3D-Analyse bei uns war klar: Der vordere Knochenbereich war noch ausreichend. Die hinteren Implantate wurden schräg gesetzt — kein Knochenaufbau nötig. Am OP-Tag verließ Elisabeth die Praxis mit festen Zähnen.
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Von der 3D-Planung bis zur endgültigen Brücke — Schritt für Schritt erklärt.
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