Kein Warten, kein Knochenabbau, keine Lücke. Das Sofortimplantat ist die schnellste Methode, einen verlorenen Zahn zu ersetzen — wenn die Voraussetzungen stimmen.
Bei einem Sofortimplantat wird das Implantat direkt in die frische Extraktionswunde eingesetzt — unmittelbar nach der Zahnentfernung, in derselben Sitzung. Das klingt einfach, ist aber eine anspruchsvolle Technik, die präzise Planung und Erfahrung erfordert.
Der Punkt, der zählt: Die Wartezeit zwischen Zahnentfernung und Implantation entfällt. Gleichzeitig wird der Knochen durch die sofortige Belastung stimuliert — der natürliche Knochenabbau nach einem Zahnverlust wird gebremst.
Ein Sofortimplantat ist möglich, wenn nach der Zahnentfernung ausreichend Knochen vorhanden ist, um das Implantat stabil zu verankern. Außerdem darf keine aktive Entzündung (z.B. Abszess) vorliegen.
Ob die Voraussetzungen bei Ihnen gegeben sind, klären wir mit einer hochpräzisen 3D-Röntgenaufnahme (DVT) direkt in unserer Praxis.
Bei einer aktiven Infektion oder einem Abszess muss zuerst die Entzündung behandelt werden. Auch bei sehr starkem Knochenschwund ist ein Sofortimplantat nicht immer möglich — hier kann ein Knochenaufbau nötig sein.
Ob ein Sofortimplantat für Sie möglich ist, klären wir nach der Untersuchung — bevor Sie sich für irgendetwas entscheiden.
Wir analysieren Ihren Knochen mit einem DVT-Scan und planen die optimale Implantatposition digital. So wissen wir vor dem Eingriff genau, ob ein Sofortimplantat möglich ist.
In derselben Sitzung entfernen wir den Zahn und setzen das Implantat direkt in die frische Wunde. Der Eingriff ist unter Anästhesie schmerzfrei.
Sie verlassen die Praxis mit einem provisorischen Zahn. Nach 3–6 Monaten Einheilung erhalten Sie die endgültige Krone oder Brücke.
Nicht jeder Zahn lässt sich sofort ersetzen. Manchmal ist das Spätimplantat die bessere Wahl — zum Beispiel wenn eine Entzündung vorliegt oder der Knochen nach der Extraktion erst heilen muss. Beide Methoden führen zum selben Ziel: einem festen, dauerhaften Zahn. Der Unterschied liegt im Weg dorthin.
| Kriterium | Sofortimplantat | Spätimplantat (nach 8–12 Wochen) |
|---|---|---|
| Zeitpunkt der Implantation | Direkt nach Extraktion (selbe Sitzung) | 8–12 Wochen nach Extraktion |
| Anzahl der Eingriffe | 1 Eingriff | 2 Eingriffe |
| Knochenerhalt | Sehr gut — sofortige Stimulation | Etwas mehr Knochenabbau möglich |
| Gesamtbehandlungszeit | Kürzer | Länger (Wartezeit eingerechnet) |
| Voraussetzungen | Entzündungsfrei, ausreichend Knochen | Auch bei Entzündung möglich (nach Ausheilung) |
| Geeignet bei | Klarem Befund, guter Knochenqualität | Infektion, Abszess, starkem Knochenschwund |
Welche Methode für Sie in Frage kommt, lässt sich erst nach einer genauen Untersuchung sagen. Wir schauen uns Ihren Befund mit einem DVT-Scan an und erklären Ihnen dann ehrlich, welchen Weg wir empfehlen — und warum.
Ein Sofortimplantat ist kein Routineeingriff, den man bei jedem Patienten gleich durchführt. Es gibt klare medizinische Kriterien, die erfüllt sein müssen — sonst ist das Risiko zu hoch, dass das Implantat nicht einheilt.
Das Implantat muss nach dem Einsetzen sofort fest im Knochen sitzen. Fachleute sprechen von Primärstabilität — gemessen in Newton-Zentimeter (Ncm). Wir brauchen mindestens 35 Ncm, damit das Implantat die Einheilungsphase übersteht, ohne sich zu lockern. Liegt der Wert darunter, ist ein Sofortimplantat zu riskant.
Liegt eine aktive Entzündung vor — zum Beispiel ein Abszess oder eine Parodontitis — ist ein Sofortimplantat nicht möglich. Bakterien im Knochen würden die Einheilung sabotieren. Wir behandeln zuerst die Entzündung, warten bis der Knochen sauber ist, und setzen das Implantat dann im zweiten Schritt.
Der Knochen muss breit und hoch genug sein, um das Implantat vollständig aufzunehmen und zu umschließen. Wie viel Knochen vorhanden ist, sehen wir im DVT-Scan — einem dreidimensionalen Röntgenbild, das wir direkt in unserer Praxis anfertigen.
Dann ist das Sofortimplantat keine Option — aber das bedeutet nicht, dass Sie auf ein Implantat verzichten müssen. In den meisten Fällen ist ein Spätimplantat nach 8–12 Wochen möglich, manchmal auch ein Knochenaufbau als Vorbereitung. Wir erklären Ihnen im Beratungsgespräch genau, welchen Weg wir für Sie empfehlen.
Nach dem Eingriff brauchen Sie sofort einen provisorischen Zahn. Nicht irgendwann — sofort. Denn Sie sollen die Praxis nicht mit einer Lücke verlassen.
Das Langzeitprovisorium wird bei uns noch vor dem Eingriff digital geplant und in unserem eigenen 3D-Drucklabor gefertigt. Es sitzt, es sieht gut aus, und es hält — nicht für eine Woche, sondern für Monate, bis die endgültige Krone steht.
Ohne eigenes Labor wäre das nicht möglich. Andere Praxen müssen das Provisorium extern bestellen — das dauert Tage. Bei uns läuft alles unter einem Dach: Scan, digitale Planung, Druck, Einsetzen. Alles an einem Tag, alles unter unserer Kontrolle.
Wir scannen Ihren Kiefer mit dem Intraoralscanner. Kein Abdruck mit Würgereiz, keine Wartezeit auf Gipsmodelle.
Während wir die Implantation vorbereiten, wird das Provisorium in unserem SprintRay-Drucker gefertigt. Das dauert 30–60 Minuten.
Das fertige Provisorium wird noch am selben Tag eingesetzt. Sie verlassen die Praxis mit einem Zahn — nicht mit einer Lücke.
„Ich hatte drei Beratungen hinter mir. Jedes Mal das gleiche: zu wenig Knochen, das geht nicht. Dann kam ich zu Dr. Vogtner. Er hat sich den DVT-Scan angeschaut und gesagt: Wir können das machen.“
Romain kam zu uns mit einer Situation, die andere Praxen abgelehnt hatten. Der Knochen war knapp — aber nach genauer Analyse des 3D-Röntgenbilds war klar: Ein Sofortimplantat war möglich, wenn wir die Implantatposition präzise planen.
Am OP-Tag wurde der Zahn entfernt, das Implantat gesetzt und das Provisorium — bereits vorher in unserem Labor gedruckt — direkt eingesetzt. Romain verließ die Praxis mit einem festen Zahn.
Die vollständige Geschichte lesen →In den ersten Wochen nach dem Eingriff wächst das Implantat in den Knochen ein — diese Zeit zählt. Den Prozess nennt man Osseointegration. Was Sie in dieser Phase tun oder lassen, beeinflusst das Ergebnis.
In der ersten Woche gilt: kein Sport, keine harte oder zähe Kost, kein Rauchen. Leichte Schwellungen und ein Druckgefühl sind normal und klingen in den ersten Tagen ab. Schmerzmittel helfen, wenn nötig. Zähneputzen wie gewohnt — aber vorsichtig im Bereich des Implantats.
Ab der zweiten Woche können Sie wieder normaler essen — aber noch keine harten Lebensmittel wie Nüsse oder Brot mit harter Kruste. Sport ist in leichter Form wieder erlaubt. Das Provisorium sitzt fest, Sie können damit sprechen und essen wie gewohnt.
In diesem Zeitraum wächst das Implantat fest mit dem Knochen zusammen. Wir sehen Sie zu einem Kontrolltermin, prüfen den Sitz und machen bei Bedarf ein Kontrollröntgen. Nach 3–6 Monaten — je nach Heilungsverlauf — ersetzen wir das Provisorium durch die endgültige Krone.
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