Viele Patienten kommen zu uns, nachdem ihnen anderswo gesagt wurde: "Bei Ihnen geht das nicht." In vielen Fällen geht es doch — wenn man weiß wie.
Konventionelle Implantate brauchen ausreichend Knochen, um stabil verankert zu werden. Wenn der Knochen durch jahrelange Zahnlosigkeit, Parodontitis oder eine Prothese abgebaut wurde, reicht er für eine Standard-Implantation oft nicht mehr aus.
Das ist der Moment, in dem viele Patienten die Diagnose "nicht möglich" hören. Manchmal stimmt das. Aber oft nicht.
"Nicht möglich" bedeutet oft: "Mit der Methode, die ich anbiete, nicht möglich." All-on-4 mit schrägen Implantaten ist eine andere Methode — und sie kommt mit deutlich weniger Knochen aus.
Bei All-on-4 und All-on-6 werden die hinteren Implantate schräg gesetzt — in einem Winkel von bis zu 45 Grad. Das ermöglicht es, vorhandenen Knochen zu nutzen, der für gerade gesetzte Implantate nicht ausreichen würde.
Konkret: Die schrägen Implantate werden in Bereichen verankert, wo der Knochen noch ausreichend vorhanden ist — zum Beispiel vor dem Kieferhöhlenboden im Oberkiefer oder vor dem Nervkanal im Unterkiefer. Das ist präzise Chirurgie, die eine genaue 3D-Planung voraussetzt.
Das Ergebnis: Feste Zähne an einem Tag — ohne monatelangen Knochenaufbau.
In den meisten Fällen, in denen noch ein Restknochen vorhanden ist, der für eine primäre Stabilität der schrägen Implantate ausreicht. Das klingt technisch — bedeutet in der Praxis: Wir schauen uns Ihren Kiefer mit einem DVT-Scan genau an und sagen Ihnen, was möglich ist.
Viele unserer Patienten kommen nach Jahren mit einer Prothese zu uns — und können trotzdem noch behandelt werden.
Wenn der Knochen so stark abgebaut ist, dass auch schräge Implantate keine ausreichende primäre Stabilität erreichen können, ist ein Knochenaufbau nötig. Das verlängert die Behandlungszeit, ist aber in den meisten Fällen möglich.
Wir sagen Ihnen ehrlich, in welche Kategorie Ihr Fall fällt — nach der 3D-Analyse, nicht vorher.
Der Kieferknochen ist kein statisches Gebilde. Er reagiert auf Belastung — und auf deren Fehlen. Solange Zahnwurzeln im Knochen sitzen, übertragen sie beim Kauen Druck auf den Knochen. Dieser Druck ist das Signal, das der Körper braucht, um den Knochen zu erhalten.
Fällt dieses Signal weg — weil ein Zahn entfernt wurde, weil eine Prothese nur auf dem Zahnfleisch aufliegt oder weil Parodontitis den Knochen angegriffen hat — beginnt der Abbau. Im ersten Jahr nach dem Zahnverlust verliert der Knochen durchschnittlich 25% seiner Breite. Danach geht es langsamer, aber es hört nicht auf.
Langjährige Zahnlosigkeit: Wer jahrelang eine Prothese trägt, verliert kontinuierlich Knochen. Die Prothese sitzt irgendwann schlechter, weil der Knochen darunter weiter abgebaut wird.
Parodontitis: Die chronische Entzündung des Zahnhalteapparats greift den Knochen direkt an. Unbehandelte Parodontitis ist einer der häufigsten Gründe für frühzeitigen Zahnverlust und Knochenschwund.
Zu späte Versorgung nach Zahnverlust: Wer nach einer Extraktion lange wartet, bevor er ein Implantat setzen lässt, gibt dem Knochen Zeit abzubauen. Was direkt nach der Extraktion noch einfach gewesen wäre, erfordert später möglicherweise einen Knochenaufbau.
Das Prinzip klingt einfach, ist aber anspruchsvolle Chirurgie: Die hinteren zwei Implantate werden nicht senkrecht, sondern in einem Winkel von 30 bis 45 Grad gesetzt. Dadurch können sie in Knochenregionen verankert werden, die bei geraden Implantaten nicht erreichbar wären.
Im Oberkiefer liegt das Problem häufig im Bereich der Kieferhöhlen. Wenn der Knochen unter der Kieferhöhle zu dünn ist, reicht er für gerade Implantate nicht aus. Die schrägen Implantate werden vor der Kieferhöhle verankert — in einem Bereich, wo noch ausreichend Knochen vorhanden ist. Das erspart in vielen Fällen eine Sinuslift-Operation.
Im Unterkiefer verläuft der Nervkanal (Nervus alveolaris inferior) durch den Knochen. Wenn der Knochen über dem Nervkanal zu dünn ist, können gerade Implantate den Nerv gefährden. Schräge Implantate werden vor dem Nervkanal gesetzt und nutzen den Knochen im vorderen Kieferbereich, wo er häufig noch gut erhalten ist.
Schräge Implantate müssen millimetergenau gesetzt werden. Wir planen die Implantatposition digital am DVT-Scan und drucken in unserem eigenen Labor eine Bohrschablone — ein Kunststoffgerüst, das während der OP auf den Kiefer gesetzt wird und die exakte Position vorgibt. So landet jedes Implantat genau dort, wo es geplant wurde.
Wir messen Knochenbreite, -höhe und -dichte an jedem geplanten Implantatstandort. Das dauert wenige Minuten.
Wir planen die optimale Position jedes Implantats am Computer — unter Berücksichtigung von Nerven, Kieferhöhlen und dem vorhandenen Knochen.
Die Bohrschablone wird in unserem 3D-Drucklabor gefertigt. Sie überträgt den digitalen Plan exakt auf den Eingriff.
Der Eingriff läuft nach Plan — keine Improvisation, keine Unsicherheit. Die Schablone gibt die Position vor, wir setzen die Implantate.
„Ich hatte drei Beratungen hinter mir. Jedes Mal das gleiche: zu wenig Knochen, das geht nicht. Dann kam ich zu Dr. Vogtner. Er hat sich den DVT-Scan angeschaut und gesagt: Wir können das machen.“
Petra hatte nach Jahren mit einer Prothese kaum noch Knochen im Oberkiefer. Drei Praxen hatten ihr gesagt, dass Implantate ohne aufwändigen Knochenaufbau nicht möglich seien.
Nach der 3D-Analyse war klar: Der Knochen vor den Kieferhöhlen war noch ausreichend. Mit schrägen Implantaten und einer digital geplanten Bohrschablone aus unserem Labor war ein Sinuslift nicht nötig. Petra bekam ihre Implantate — ohne Knochenaufbau, ohne Wartezeit.
Die vollständige Geschichte lesen →Das Konzept mit schrägen Implantaten — oft ohne Knochenaufbau.
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